Der Verein

Osterfeuergruppe Allershausen e.V.

 

Es war einmal

Nachdem viele Allershäuser, besonders die Jungen, bereits seit einigen Jahren am Ostersonntag in andere Ortsteile ausweichen mussten, weil es in Allershausen kein eigenes Osterfeuer gab, fassten Anfang 1995 die jungen Wilden Michael Tepperwien und Thomas Becker und der bereits etwas in die Jahre gekommene Thomas Pfeiffer den Entschluss, eine solche Veranstaltung auch in Allershausen durchzuführen. Dass dieses Osterfeuer gleich einen durchschlagenden Erfolg hatte und sich daraus innerhalb kurzer Zeit eine sehr aktive Gruppe von Jugendlichen und Junggebliebenen entwickeln würde, daran vermochte zu diesem Zeitpunkt noch niemand denken.

Das Osterfeuer

Mitte März 1995 machten sich dann neben den bereits Genannten noch Philipp und Fabian Mascher sowie Tobias Becker und Steffen Eckel an die Arbeit um Paletten für das Gerüst zu holen ‑ so hatten wir es noch von unseren Vorgängern, dem Abendschoppen unter Leitung von Dieter Stüber (dessen Motorsäge meistens erst funktionierte, als das Feuer bereits fertig war!) gelernt. Eine geeignete Fläche hatte uns dankenswerterweise die Stadt Uslar zur Verfügung gestellt. Diese Fläche unterhalb des Steimker Wegs dient auch heute noch zum Abbrennen des Feuers und ist nicht nur den Allershäusern als Osterfeuerplatz bekannt. Kurz vor Ostern stellten wir jedoch fest, dass wir mit diesen paar Leuten eine solche Veranstaltung unmöglich durchführen konnten. Also wurde in der Bevölkerung ‑ die meisten Allershäuser glaubten zu diesem Zeitpunkt noch nicht an eine Auferstehung des Osterfeuers nach weiteren Freiwilligen gesucht, die sich schnell fanden.

Es kam der Ostersonntag, der zeigte, dass sich die Mühen und Anstrengungen der letzen 14 Tage aller Unkenrufe zum Trotz gelohnt hatten. Mehrere hundert Besucher aus Allershausen und Uslar kamen und sowohl Bratwurst als auch Bier mussten nachgeholt werden. An dieser Stelle ein Dank an alle Helfer der ersten Stunde!!!

In den nächsten Jahren wurde die Zahl der jungen Helfer bei den Osterfeuern und den anderen Aktivitäten immer größer. Mittlerweile hat die Osterfeuergruppe über 70 Mitglieder. Aber auch das Osterfeuer hat sich verändert. Es wird nicht mehr auf Paletten, sondern auf einem Gerüst von vielen Tannenstämmen aufgesetzt. Hierbei werden von den Mitgliedern jedes Jahr viele Stunden damit verbracht, die Bäume abzusägen und / oder das abgesägte Material zum Platz zu fahren um es dort aufzuschichten. Dies geschieht unter Zuhilfenahme vom schwerem Gerät, dass von netten Menschen zur Verfügung gestellt wird und ohne deren Hilfe solche Veranstaltungen nicht durchzuführen wären.

Für das Wohl der Zuschauer werden keine Mühen gescheut, außer dass wir bei Regen kein großes Zelt aufbauen können. So wurde ein Großteil des Platzes in den vielen Jahren mehr und mehr geschottert. Weiterhin wird der Weg alljährlich so hergerichtet, dass das Feuer trockenen Fußes erreicht werden kann. 2018 kam dann unsere Hütte hinzu, die uns heute bei den Einsätzen ein warmes zu Hause bietet.

Nachtwache als Tradition

Zum Osterfeuer gehört selbstverständlich auch die Nachtwache, die früher in alter Tradition in einem Bauwagen gehalten wurde und heute von der Hütte aus geschieht. Wobei wir eigentlich fast die ganze Nach draußen vor der Feuertonne sitzen.

In den letzten Jahren sind wir auch immer mit einem Planwagen an Ostersamstag unterwegs und besuchen die Osterfeuer in Schoningen, Gierswalde und Bollensen.

Wie bereits erwähnt, übertraf das erste Osterfeuer 1995 all unsere Erwartungen. Auch in den folgenden Jahren kamen immer wieder viele Besucher, darunter erfreulicherweise viele Uslarer, aber auch Großstädter von außerhalb, sowie frühere Uslarer, die wie Gespräche gezeigt haben, immer begeistert waren. Kurz gesagt hat sich das Osterfeuer schnell etabliert und ist für die Allershäuser und viele Uslarer nicht mehr wegzudenken und die Verantwortlichen werden zum Gelingen der Veranstaltung weiterhin alles nur Mögliche tun.

Weihnachtsbaumsammeln

Um schon frühzeitig an geeignetes Material für das Osterfeuer zu kommen, begannen wir 1996 die Weihnachtsbäume, zunächst nur in Allershausen und nach und nach in weiten Teilen Uslars (Eichhagen / Rotenberg) einzusammeln. Mittlerweile sind jedes Jahr vier Fahrzeuge unterwegs um die Bäume mitzunehmen.  Nach einer kurzen Zusammenkunft in Allershausens kleiner Kneipe, dem Büdchen, geht’s anschließend zum gemeinsamen Essen. Die Gemütlichkeit kommt also nicht zu kurz!